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Es geht ums Halbfinale: Der WSV hat großen Respekt vor dem VfB Homberg

Viertelfinale im RevierSport-Niederrheinpokal wird Sonntag um 14 Uhr im PCC-Stadion angepfiffen

08.02.2019
Hombergs Danny Rankl (links) möchte am Sonntag im PCC-Stadion treffen. Wuppertals Gino Windmüller (rechts) wird was dagegen haben.
Hombergs Danny Rankl (links) möchte am Sonntag im PCC-Stadion treffen. Wuppertals Gino Windmüller (rechts) wird was dagegen haben. - Foto: Volker Nagraszus, Imago / Collage: FVN

Am Niederrhein startet das Fußballjahr 2019 mit einem Kracher: An diesem Sonntag, 9. Februar, 14 Uhr, spielen der Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg und der Regionalligist Wuppertaler SV um das letzte Ticket für das Halbfinale im RevierSport-Niederrheinpokal.

Der KFC Uerdingen, Rot-Weiss Essen und der 1. FC Monheim haben bereits die Runde der letzten Vier erreicht – und somit die große Chance auf den prestigeträchtigen Einzug in den DFB-Pokal mit einem möglichen Duell gegen Bundesliga-Topklubs wie Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach oder Schalke 04. Die Auslosung für das Halbfinale erfolgt direkt im Anschluss an die Viertelfinalpartie im Homberger PCC-Stadion (hier die Infos dazu).

Bis es so weit ist, müssen Homberg und Wuppertal aber einen Kaltstart ins Fußballjahr hinlegen. Das Pokal-Viertelfinale ist für beide Teams das erste Pflichtspiel 2019 – und für den klassentieferen VfB sogar eine der ersten Bewegungsübungen überhaupt in den vergangenen Wochen. Wegen des Winterwetters und unbespielbaren Plätzen fielen die geplanten Testkicks gegen Schalkes U 23, Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen aus, lediglich gegen den TuS Sinsen 05 (1:0) und den VfR Fischeln (4:1) konnten die Homberger ihre Form überprüfen. „Das ist natürlich nicht optimal, aber damit muss man in Deutschland im Januar und Februar rechnen“, sagt Hombergs Erfolgstrainer Stefan Janßen gegenüber fvn.de.

Viktor Maier ist in diesem Winter vom SC Verl zum Wuppertaler SV gewechselt.
Viktor Maier ist in diesem Winter vom SC Verl zum Wuppertaler SV gewechselt. - Foto: FUSSBALL.DE

Besser vorbereitet auf das Pokalmatch ist da der Wuppertaler SV. Der frühere Bundesligist reiste Ende Januar, als in Deutschland der Winter mit viel Schnee Ernst machte, ins Trainingslager nach Belek. „Wir haben in der Türkei gut arbeiten können und sind heiß auf das Spiel in Homberg“, betont WSV-Trainer Adrian Alipour. Für den finanziell angeschlagenen Traditionsklub aus dem Bergischen Land steht am Sonntag viel auf dem Spiel. „Jeder weiß, dass wir für den Verein Geld in die Kassen spülen müssen. Mit einem Weiterkommen in Homberg dürften wir auf ein Heimspiel gegen den KFC Uerdingen oder Rot-Weiss Essen hoffen. Das wäre für unsere Fans ein Highlight, da wäre das Stadion am Zoo voll.“

Der im September vorigen Jahres vom Oberligisten ASC Dortmund an den Zoo gewechselte 40-Jährige will aber den Tag nicht vor dem Abend loben und sich nicht mit einem möglichen Kracher im Halbfinale beschäftigen. Dafür ist der Respekt vor dem nächsten Gegner zu groß. „Homberg wird in die Regionalliga aufsteigen, da bin ich mir sicher", meint Alipour und führt aus: „Deshalb ist das Spiel am Sonntag offen, es kommt auf die Tagesform an.“

Wie gut die Verfassung seiner Truppe sein wird, kann Alipour auch nur aufgrund der bisherigen Eindrücke im Training und den Testspielen ermessen. Schließlich gab es in der Winterpause im Stadion am Zoo ein Kommen und Gehen. Sieben Spieler haben den WSV verlassen, darunter Stammkräfte wie Jonas Erwig-Drüppel (neu bei Rot-Weiss Essen), Angelo Langer (SV Rödinghausen) und Christopher Kramer (TSV Steinbach). Neu hinzugekommen sind in Niklas Lübcke (Westfalia Herne), Viktor Maier (SC Verl), Mario Andric (1. FC Kaiserslautern II) und Kenan Dünnwald-Turan (1. FC Kaan-Marienborn) vier Kicker, auf die Alipour große Hoffnungen setzt.

Am Donnerstagabend wurde der Rasen im PCC-Stadion gewalzt.
Am Donnerstagabend wurde der Rasen im PCC-Stadion gewalzt. - Foto: VfB Homberg

Dass die Begegnung überhaupt stattfinden kann, daran haben zahlreiche ehrenamtliche Helfer auf Seiten des Gastgebers großen Anteil. Einer von ihnen ist Wolfgang Graf. Seit bekannt ist, dass der ehemalige Bundesligist Wuppertal nach Homberg kommt, hat der Fußball-Abteilungsleiter des VfB unzählige Stunden der Planung in das Spiel investiert. „Da kommt einiges zusammen“, nickt Graf.

Zum Beispiel für die komplexen Sicherheitsvorkehrungen, denn der WSV bringt nun einmal mehr Fans mit als Oberligisten wie Monheim, Hilden oder Hiesfeld. „Wir wissen nicht genau, wie viele Wuppertaler Anhänger am Sonntag tatsächlich nach Homberg kommen werden“, meint Graf. „Der Verein hat 300 Karten angefordert, von denen bisher auch keine zurückgeschickt wurden.“

Eigentlich sollte das Spiel schon am 24. November stattfinden, doch vor zweieinhalb Monaten wurde es aus Sicherheitsgründen abgesagt – wegen anderer Veranstaltungen in der Umgebung konnte die Polizei Duisburg nicht genügend Personal abstellen. Nun kann das Match stattfinden, auch weil der Winter in Deutschland eine Pause eingelegt hat. Die Platzkommission hat den noch zu Beginn der Woche gefrorenen Naturrasen im PCC-Stadion nach ihrer Begehung am Donnerstag freigegeben.

Für den VfB Homberg wird das Duell mit Wuppertal so – sportlich wie organisatorisch – zum echten Härtetest für die nächste Saison. Schließlich will der Oberliga-Spitzenreiter ab Sommer öfter gegen solche Kaliber wie Wuppertal antreten, dann eine Etage höher in der Regionalliga.

Der RevierSport-Niederrheinpokal im Überblick auf FUSSBALL.DE

Text: Heiko Buschmann

Im Duisburger PCC-Stadion ermitteln Oberligist VfB Homberg (rechts) und Regionalligist Wuppertaler SV den vierten Viertelfinalisten im RevierSport-Niederrheinpokal.
Im Duisburger PCC-Stadion ermitteln Oberligist VfB Homberg (rechts) und Regionalligist Wuppertaler SV den vierten Viertelfinalisten im RevierSport-Niederrheinpokal. - Foto: Imago, Volker Nagraszus / Collage: FVN

Es hat etwas gedauert, aber jetzt ist die Terminierung fix: Das einzige noch ausstehende Viertelfinalspiel im RevierSport-Niederrheinpokal VfB Homberg gegen den Wuppertaler SV ist nun vom Fußballverband Niederrhein (FVN) auf Sonntag, 10. Februar, 14 Uhr, angesetzt worden. Aufgrund anfänglicher Bedenken seitens der Sicherheitsbehörden hatte die Ansetzung der Partie durch den FVN in Absprache mit den beiden beteiligten Vereinen einige Wochen lang gedauert.

Klar ist jetzt auch: Direkt im Anschluss an das Duell des Oberliga-Tabellenführers gegen den Regionalliga-Sechsten wird im Homberger PCC-Stadion an der Rheindeichstraße um zirka 16 Uhr das Halbfinale im RevierSport-Niederrheinpokal ausgelost. Sollte es Verlängerung oder gar Elfmeterschießen geben, verschiebt sich die Auslosung entsprechend.

Für die Vorschlussrunde haben sich im vergangenen November Drittligist KFC Uerdingen (4:1 bei Schwarz-Weiß Essen), Regionalligist Rot-Weiss Essen (3:0 bei Union Nettetal) und Oberligist 1. FC Monheim (3:1 gegen den TV Jahn Hiesfeld) qualifiziert. Hinzu kommt der Sieger der Partie VfB Homberg/Wuppertaler SV vom 10. Februar. Es wird dann aus einem Topf gelost, wobei der unterklassige Verein Heimrecht hat. Spielen beide Vereine in der gleichen Spielklasse, hat der erstgezogene Verein Heimrecht.

Am Dienstag, 2. April und Mittwoch, 3. April, wird das Halbfinale gespielt, in dem die Teilnehmer des Niederrheinpokal-Endspiels am bundesweiten Finaltag der Amateure am Samstag, 25. Mai, ermittelt werden, der von der ARD live im Fernsehen übertragen wird.

Hinweis: Für den möglich Fall, dass der KFC Uerdingen ins Finale des RevierSport-Niederrheinpokals einziehen und die 3. Liga auf einem der ersten vier Tabellenplätze abschließen sollte (und somit über die Meisterschaft für den DFB-Pokal 2019/2020 qualifiziert ist; aktuell ist Uerdingen Dritter), wäre auch Uerdingens Endspielgegner - dann entweder der VfB Homberg, der Wuppertaler SV, Rot-Weiss Essen oder der 1. FC Monheim - ebenso in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals dabei.

Der RevierSport-Niederrheinpokal im Überblick auf FUSSBALL.DE

Text: Henrik Lerch

Gleich zappelt der Ball im Nettetaler Netz: Timo Brauer (Nummer 6) bringt RWE mit 1:0 in Führung.
Gleich zappelt der Ball im Nettetaler Netz: Timo Brauer (Nummer 6) bringt RWE mit 1:0 in Führung. - Foto: Screenshot reviersport.de

Rot-Weiss Essen und der 1. FC Monheim sind die Teilnehmer Nummer zwei und drei im Halbfinale des RevierSport-Niederrheinpokals am 2./3. April 2019.

Regionalligist RWE setzte sich am Samstagnachmittag, 24. November, vor 1.750 Zuschauern mit 3:0 (0:0) bei Oberligist Union Nettetal durch. Allerdings dauerte es bis zur 65. Minute, bis Timo Brauer den Favoriten per Elfmeter in Führung schießen konnte. Marcel Platzek legte noch zwei späte Treffer nach (87. und 90.+3).

"Wir haben das Spiel genossen. Das überwiegt, anstatt uns zu ärgern, dass wir die Sensation nicht geschafft haben", sagte Nettetals Trainer Andreas Schwan gegenüber reviersport.de. Schwan war stolz auf die beeindruckende Kulisse an der Lobbericher Straße: "Ich möchte Rot-Weiss Essen und seinem Anhang danken, dass wir diesen würdigen Abend hinbekommen haben, aber auch allen Nettetalern, dass wir diesen Rahmen auf die Beine gestellt haben. Das ist denkwürdig."

Hier das komplette Video der Partie Nettetal - Rot-Weiss Essen

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RS - Foto: FVN

Im Duell der beiden Oberligisten 1. FC Monheim und TV Jahn Hiesfeld, ebenfalls am Samstagnachmittag, fiel das erste Tor bereits nach 17 Minuten: Philipp Hombach brachte die Gastgeber vor 130 Zuschauern auf die Siegerstraße, nach einer guten Stunde machten Benjamin Schütz (61.) und Noah Salau (66.) den Sack zu. Den Hiesfeldern gelang lediglich der Treffer zum 1:3 durch Dalibor Gataric in der 79. Minute.

"Das war ehrlich etwas glücklich. Aber im zweiten Abschnitt waren wir sehr abgezockt und reif", sagte Monheims Trainer Dennis Ruess gegenüber reviersport.de nach der Partie, in der die Gäste aus Dinslaken zahlreiche Torchancen vergaben. Ruess: "Wir haben den 1. FC Monheim mit dem Sieg auf die Fußball-Landkarte am Niederrhein gesetzt."

Begrüßung vor dem Spiel: In Monheim traf der 1. FC auf den TV Jahn Hiesfeld.
Begrüßung vor dem Spiel: In Monheim traf der 1. FC auf den TV Jahn Hiesfeld. - Foto: FUSSBALL.DE

Ebenfalls im Halbfinale des Niederrheinpokals steht bereits Drittligist KFC Uerdingen nach dem 4:1-Erfolg beim ETB Schwarz-Weiß Essen (Oberliga).

Der vierte Halbfinalist wird zwischen dem Oberliga-Tabellenführer VfB Homberg und dem Regionalligisten Wuppertaler SV ermittelt. Diese Partie wird voraussichtlich im Februar 2019 gespielt. Eine endgültige Entscheidung über den Termin steht noch aus.

Am 2./3. April 2019 steht das Halbfinale an, in dem die Teilnehmer des Endspiels am bundesweiten Finaltag der Amateure am Samstag, 25. Mai 2019, ermittelt werden.

Der RevierSport-Niederrheinpokal im Überblick auf FUSSBALL.DE

Text: Henrik Lerch

Oberliga unterliegt 3. Liga: Für den ETB Schwarz-Weiß Essen endet der Niederrheinpokal im Viertelfinale.
Oberliga unterliegt 3. Liga: Für den ETB Schwarz-Weiß Essen endet der Niederrheinpokal im Viertelfinale. - Foto: FUSSBALL.DE / FVN

Der KFC Uerdingen ist der erste Halbfinalist im RevierSport-Niederrheinpokal: Der Tabellenfünfte der 3. Liga von Trainer Stefan Krämer setzte sich sich am heutigen Sonntagnachmittag, 18. November, beim Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen mit 4:1 (2:0) durch.

Das komplette Video zur Partie gibt es hier

Ali Ibrahimaj in der 13. Minute war es, der den Favoriten, der mit einigen Ex-Bundesligarofis wie beispielsweise Dominic Maroh (Nürnberg, Köln) und Christopher Schorch (u.a. Köln, Real Madrid) in der Startelf angetreten war, in Führung bringen konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Florian Heien erhöhte Maroh vor rund 650 Zuschauern im Stadion am Uhlenkrug die Führung, die Christian Dorda kurz nach Wiederbeginn zum 3:0 ausbaute.

In der 65. Minute gelang Malek Fakhro dann das 1:3 für das Oberliga-Team von Coach Manfred Wölpper, näher ran kam der ETB allerdings nicht: Der eingewechselte Samed Yesil besorgte in der 90. Minute das Tor zum 4:1-Endstand für den KFC Uerdingen.

Samed Yesil traf zum 4:1 für den KFC Uerdingen.
Samed Yesil traf zum 4:1 für den KFC Uerdingen. - Foto: FUSSBALL.DE

"Der ETB hat sich das Tor verdient und das Spiel wieder scharf gemacht. Wäre noch ein Tor gefallen, wäre es wohl nochmal eng geworden", so Uerdingens Trainer Stefan Krämer gegenüber RevierSport, "wir sind froh, dass wir weitergekommen sind."

Torschütze Yesil ist gebürtiger Düsseldorfer und stand von 2012 bis 2016 beim FC Liverpool unter Vertrag. Die ebenso aus der Bundesliga bekannten Offensivspieler Stefan Aigner (u.a. 1860, Frankfurt) und Maximilian Beister (u.a. HSV, Düsseldorf) gehörten ebenfalls zum Uerdinger Kader fürs ETB-Spiel, wurden aber nicht eingewechselt.

Das Halbfinale im Niederrheinpokal ist für das Wochenende 2./3. April 2019 angesetzt. Auf seine drei möglichen Gegner muss der KFC Uerdingen allerdings noch etwas warten: Zwei Halbfinals werden am kommenden Samstag, 24. November, ausgetragen - das vierte Viertelfinale jedoch erst im Jahr 2019: Ein Termin für die Partie VfB Homberg - Wuppertaler SV wird weiter gesucht.

Das Viertelfinale im Überblick:

Sonntag, 18.11.18, 14 Uhr: ETB SW Essen - KFC Uerdingen 1:4 (0:2)
Samstag, 24.11.18, 14:30 Uhr: Union Nettetal - Rot-Weiss Essen
Samstag, 24.11.18, 16 Uhr: 1. FC Monheim - TV Jahn Hiesfeld
Termin noch offen (im Jahr 2019): VfB Homberg - Wuppertaler SV

Hier alle Ergebnisse und Termine zum Pokal auf FUSSBALL.DE

Text: Henrik Lerch

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