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Vizeweltmeister Dremmler ehrt Hannoversche Werkstätten

Deutsche Meisterschaften der Werkstätten für behinderte Menschen in Sportschule Wedau beendet

07.09.2018
Ex-Nationalspieler Wolfgang Dremmler (rechts) beglückwünscht den neuen Deutschen Meister.
Ex-Nationalspieler Wolfgang Dremmler (rechts) beglückwünscht den neuen Deutschen Meister. - Foto: Carsten Kobow

Der neue Deutsche Meister der Werkstätten für behinderte Menschen steht fest: Die Hannoverschen Werkstätten setzten sich in einem lange spannenden und hochklassigen Endspiel nach Achtmeterschießen mit 7:6 (1:1) gegen die BWB – Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung durch. Damit sicherte sich das Team aus Niedersachen zum ersten Mal den Titel. Zur Meisterehrung reiste unter anderem der frühere Nationalspieler Wolfgang Dremmler an.

Vor den Augen von Vizeweltmeister Dremmler lieferten sich die beiden Finalteilnehmer einen intensiven Kampf – mit spielerischen Vorteilen für die Berliner. Aber Hannover stand sicher und setzte auf schnelle Gegenstöße. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 1:1. Damit musste die Partie im Strafstoßschießen entschieden werden. Hier zeigten sich beide Teams treffsicher, bis dann schließlich der Hannoveraner Torhüter den letzten und entscheidenden Strafstoß parierte und damit seinem Team den Titel sicherte.

Den dritten Platz erreichte der Vorjahresmeister, die Werkstätten aus Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein). Sie besiegten im kleinen Finale das Team des Behinderten-Werks Main-Kinzig aus Hessen mit 7:1. Der Fair-Play-Preis ging an das Team der Freckenhorster Werkstätten aus Nordrhein-Westfalen, deren Trainer, Betreuer und Spieler sowohl auf als auch neben dem Platz ein hervorragendes Verhalten an den Tag legten.

Bei der Siegerehrung übergab Dremmler, der sich seit dem Jahr 2012 als Botschafter für die Sepp-Herberger-Stiftung engagiert, die begehrte Meisterplakette des DFB. Deutschlands älteste Fußballstiftung veranstaltet seit 19 Jahren gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, dem Deutschen Behindertensportverband und Special Olympics Deutschland das bundesweit größte Fußballturnier für geistig-behinderte und psychisch-kranke Werkstatt-Beschäftigte.

„Es ist großartig zu sehen, mit welcher Freude und Leidenschaft die Sportler hier dabei sind. Hier spürt man, dass es im Fußball keine Barrieren gibt und man gemeinsam Erfolge erzielen kann“, so Dremmler. Neben Dremmler überreichten Tobias Wrzesinski, Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung, Martin Berg, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), Frank-Thomas Hartleb, Sportdirektor Deutscher Behindertensportverband, und Gerhard Stiens, 1. Vorsitzender Special Olympics NRW, die Pokale und Medaillen an die teilnehmenden Teams.

Neben den Spielen wurde den 16 teilnehmenden Mannschaften ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Am Mittwoch absolvierten alle Teams zunächst das DFB-Fußball-Abzeichen. Im Anschluss besuchten die rund 250 Sportler auf Einladung von Bayer 04 Leverkusen die BayArena und hatten dort auch die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit dem früheren Nationalspieler Simon Rolfes.

Im kommenden Jahr findet die Deutsche Meisterschaft vom 16. bis 19. September 2019 in der Sportschule Wedau in Duisburg statt.

Weitere Informationen gibt es hier.

Autor: DFB

Ein besonderer Gast in Duisburg: die ehemalige Bundestrainerin Silvia Neid (rechts).
Ein besonderer Gast in Duisburg: die ehemalige Bundestrainerin Silvia Neid (rechts). - Foto: Carsten Kobow

Die 19. Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Duisburg ist in vollem Gange. Und bereits am Montag standen die ersten Titelträger fest: Im Frauenturnier feierte das Team Berlin die Deutsche Meisterschaft.

Der Jubel war riesig auf dem Hauptfeld der Sportschule Wedau: Mit 2:0 (1:0) setzten sich die Fußballerinnen aus der Bundeshauptstadt im Finale gegen die Mannschaft der Hephata-Werkstätten aus Mönchengladbach durch.

Zur anschließenden Siegerehrung war ein besonderer Gast nach Duisburg gekommen: die ehemalige Bundestrainerin Silvia Neid. Gemeinsam mit Hermann Korfmacher, dem Präsidenten des Westdeutschen Fußballverbandes und Vorsitzenden des Kuratoriums der Sepp-Herberger-Stiftung, sowie Martin Berg, Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), führte sie die Siegerehrung durch.

Aus den Händen der dreifachen Welttrainerin erhielten die neuen deutschen Meisterinnen die offizielle Meister-Plakette des Deutschen Fußball-Bundes. „Ich habe tolle Spiele gesehen, mit Spielerinnen, die mit viel Freude und Einsatz bei der Sache waren. Das hat mir sehr gut gefallen! Ich wünsche mir, dass möglichst bald aus allen Bundesländern Frauenteams an diesem Turnier teilnehmen.“, betonte Silvia Neid. In diesem Jahr beteiligten sich acht Teams mit weiblichen Werkstätten-Beschäftigten an der Meisterschaft.

Bereits seit dem Jahr 2000 wird die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der BAG WfbM organisiert. Unterstützung erfährt die Veranstaltung zusätzlich durch Special Olympics Deutschland und den Deutschen Behindertensportverband. „Fußball ist in vielen Werkstätten immer ein großes Thema. Viele Menschen sind fußballbegeistert und durch dieses Turnier gelingt es uns, Themen wie Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln“, so Martin Berg.

Am besten könne dies im herkömmlichen Fußballverein gelingen, ergänzte Hermann Korfmacher. „Ich wünsche mir, dass alle Spielerinnen und Spieler, die bei diesem Turnier dabei sind, möglichst bald in einem Fußballverein ihrem Sport nachgehen können. Daran arbeiten wir alle zusammen.“

Direkt im Anschluss an die Siegerehrung der Frauen erfolgte die Eröffnung des Männerturniers. Silvia Neid war es vorbehalten, die vier Vorrunden-Gruppen auszulosen. Sie bescherte den Männern damit das erste Spannungsmoment der Veranstaltung: In welcher Gruppe, gegen welche Gegner wird gespielt? Die Auslosung verspricht ein interessantes Turnier.

In den kommenden Tagen werden die knapp 250 Fußballer aus 16 Werkstätten den Deutschen Meistertitel ausspielen. Es ist die bundesweit größte Fußballveranstaltung für geistig behinderte und psychisch kranke Werkstattbeschäftigte. Das Finale des Männerturniers findet am Donnerstag um 13:15 Uhr statt. Dann wird auch der ehemalige Nationalspieler und Vize-Weltmeister Wolfgang Dremmler, der sich seit dem Jahr 2012 als Botschafter für die Sepp-Herberger-Stiftung engagiert, vor Ort mit dabei sein.

Neben dem Geschehen auf dem Platz wird den Aktiven auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten: So sind alle Turnierteilnehmer am Mittwoch zu Gast bei Bayer 04 Leverkusen in der BayArena. Neben einer Stadiontour findet dort unter anderem eine Gesprächsrunde mit Ex-Nationalspieler Simon Rolfes statt.

Alle, die gerne bei den Spielen dabei sein wollen, sind herzlich in der Sportschule Wedau willkommen. Der Eintritt ist frei.

Und für Fans, die nicht in Duisburg dabei sein können und trotzdem mitfiebern möchten, gibt es hier den Liveticker.

Autor: DFB

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