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Rot-Weiss Essen verteidigt den Diebels Niederrheinpokal

Rot-Weiss Essen – SV Hönnepel Niedermörmter 3:2 (2:2)

17.05.2012
Jubelnde Essener - RWE gewinnt auch 2012 den Diebels Niederrheinpokal
Jubelnde Essener - RWE gewinnt auch 2012 den Diebels Niederrheinpokal - Foto: Momsen/Diebels

Zwei Mal zurück gelegen und doch gewonnen. Das Finale im Diebels Niederrheinpokal hatte für die 10.000 Zuschauer im Georg-Melches-Stadion einiges zu bieten. Spannung, pure Pokal-Atmosphäre und am Ende ein verdienter Sieger: Titelverteidiger Rot-Weiss Essen.

Ein Diebels Niederrheinpokal-Finale in Essen hatte in der Vergangenheit immer seine Überraschungen zu bieten. 2009 gewann Außenseiter VfB Speldorf, 2010 Lokalrivale ETB Schwarz-Weiß gegen das Gastgeberteam des RWE. Trotzdem sahen die Fans der Rot-Weissen 2012 keinen Grund zur Sorge. Im letzten Flutlichtspiel in ihrem Georg-Melches-Stadion feuerten sie RWE von der ersten bis zur letzten Sekunde an, fest davon überzeugt, dass Rot-Weiss Essen auch 2012/2013 als Niederrheinvertreter in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals einziehen würde.

Zunächst allerdings wurden Erinnerungen an die Pokalpleiten der Vorjahre wach. Herausforderer SV Hönnepel-Niedermörmter machte gleich von der ersten Minute der Partie an Druck und erzielte, zum Schock für die Mehrheit der Fans auf den Tribünen, auch früh den Führungstreffer. Nach 21 Minuten zeigte Schiedsrichter Dirk Margenberg nach gefährlichem Spiel im Strafraum auf den Elfmeterpunkt, von welchem aus Hö-Nie´s Trienenjost sicher zum 0:1 verwandelte.
Doch noch bevor sich Angst vor der Pokalblamage breit machen konnte, ertönt bereits ein Pfiff auf der anderen Seite des Feldes. In der 24. Minute gab Margenberg Strafstoß für RWE und Timo Brauer besorgte den Ausgleich zum  1:1.
Schlag auf Schlag ging es weiter: Hö-Nie-Freistoß vom Mittelkreis in den Strafraum, Kopfball in die Mitte, Abstauber, Tor Hönnepel-Niedermörmter. Raffael Haddad durfte sich mit dem 1:2 in Minute 25 in die Torschützenliste eintragen.
Der Niederrheinligist bäumte sich weiter auf, machte RWE das Leben auf jedem Meter schwer. Doch noch vor der Halbzeit konnte erneut Timo Brauer für Erlösung sorgen. Mit einem direkt auf den kurzen Pfosten gezogenen Freistoß überraschte der stärkste Essener Hönnepels Schlussmann Christopher Möllering. Mit diesem 2:2 in der 40. Minute ging es in die Pause. Endlich war Luft zum Durchatmen für die Teams.

Nach dem Seitenwechsel konnte Titelverteidiger Rot-Weiss Essen dann über Ruhe ins Spiel finden. Die Elf von Waldemar Wrobel erarbeitete sich gute Chancen und wurde in der 61.Minute erneut durch den Mann des Tages belohnt. Mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze erzielte Timo Brauer seinen dritten Treffer und drehte das Spiel im Alleingang zu Gunsten des Regionalligisten von der Hafenstrasse. In einer hitzigen Schlussphase musste Schiedsrichter Dirk Magenberg nach 25 Jahren an der Pfeife noch einmal eine rote Karte zücken und Essens Lehmann unter die Dusche schicken,  die Führung jedoch brachte RWE über die Zeit. Mit dem Schlusspfiff kam dann der Jubel keine Sekunde zu früh: Rot-Weiss Essen hatte den Diebels Niederrheinpokal gewonnen – auf eigenem Platz!

Hützen und Olislagers übergeben den Diebels-Pokal an den Mann des Tages Timo Brauer
Hützen und Olislagers übergeben den Diebels-Pokal an den Mann des Tages Timo Brauer - Foto: Momsen/Diebels

Gemeinsam mit Schiedsrichterausschussmitglied Klaus Plettenberg nahm FVN-Schiedsrichterobmann Andreas Thiemann im Anschluss an die Partie die Ehrung für den Unparteiischen der Partie, Dirk Margenberg, durch, dem er Blumen und Präsente für seine 25-jährigen Leistungen als Schiedsrichter überreichte. Dann machte Thiemann Platz für den Präsidenten des Fußballverbandes Niederrhein, Walter Hützen.
Hützen durfte gemeinsam mit Diebels Eventchefin Sabine Olislagers im Rahmen der Siegerehrung den beiden beteiligten Mannschaften zu einer hervorragenden Pokal-Saison gratulieren und mit Fußballobmann Wolfgang Jades Medaillen sowie Schecks zu Förderung der Jugendarbeit in Höhe von 2000€ an beide Vereine überreichen. Dann aber kam es endlich zu dem Teil des Abends auf den alle Fans gewartet hatten. Unter den Tönen der Diebels-Hymne „Welch ein Tag“ überreichte Sabine Olislagers den Diebels Niederrheinpokal 2011/2012 an Rot-Weiss Essen.

Diebels Eventchefin Sabine Olislagers nach der Pokalübergabe: „Mich hat das Publikum in diesem Jahr äußerst positiv beeindruckt. Das gesamte Stadion hat für eine tolle Stimmung gesorgt und am Ende auch geschlossen für den SV Hönnepel-Niedermörmter geklatscht, der wirklich ein super Finale gespielt hat. Wegen des Publikums, aber auch wegen des erfolgreichen, leidenschaftlichen Spiels von RWE hat es mich deswegen auch besonders gefreut den Diebels Niederrheinpokal endlich auch in Essen an Rot-Weiss Essen zu überreichen. Jetzt drücken wir RWE wieder die Daumen für die Auslosung und die erste Runde im DFB-Pokal der kommenden Saison!“

Auch FVN-Fußballobmann Wolfgang Jades war mit Endspiel und Pokaljahr im Diebels Niederrheinpokal wieder höchst zufrieden: „Wir haben ein tolles Endspiel gesehen, indem Hö-Nie zu Beginn ordentlich aufgedreht und damit für große Spannung gesorgt hat. RWE war jedoch am Ende einfach stärker und konnte sich verdient durchsetzen. Wir können uns sicher sein, dass Essen uns auch im DFB-Pokal wieder würdig vertreten wird. RWE, aber ebenso dem SV Hönnepel-Niedermörmter und allen weiteren Vereinen, möchte ich auf diesem Wege nocheinmal für die Unterstützung bei der Durchführung des Pokals in 2011/2012 danken! Wir freuen uns bereits auf einen ähnlich spannenden und reibungslosen Diebels Niederrheinpokal 2012/2013!“

Waldemar Wrobel, Trainer von Rot-Weiss Essen: "Es war phasenweise kein gutes Spiel von uns, sondern ein typisches Pokalspiel. Am Ende ist das aber ganz egal. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Man darf nicht vergessen, dass wir in der Vergangenheit zwei mal zuhause im Endspiel gestanden und als Profimannschaft gegen einen unterklassigen Gegner verloren haben. Diese Mannschaft hat sich von den beiden Rückständen nicht unterkriegen lassen."

RWE: Lamczyk - Lehmann, Wagner, Jasmund, Guirino - Brauer, Grummel - Lemke (90. Denker), Avci (90. Lenz), Grund (84. Kuta) - Koep
Hö-Nie: Möllering - Venekamp (71. P. Brauer), Holsing, Wenten, Hühner - Sokolowski (82. Weniger), Boldt - Forster, Haddad, Bennies - Trienenjost.
Schiedsrichter: Dirk Margenberg
Tore: 0:1 Trienenjost (21., Foulelfmeter), 1:1 Brauer (24., Foulelfmeter), 1:2 Haddad (25.), 2:2 Brauer (44.), 3:2 Brauer (61.)
Rote Karte: Lehmann (86., Tätlichkeit).
Zuschauer: 10.000

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