Fußballverband Niederrhein e.V.
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Falls Profiträume platzen – Maloche will gelernt sein!

Gemeinsames Projekt der Agentur für Arbeit und Rot-Weiß Oberhausen

18.10.2010
RWO - Maloche will gelernt sein

Mit 14 hat man noch Träume, jedenfalls wenn man C-Jugendlicher Fußballer beim SC Rot-Weiß Oberhausen ist. Profifußballer, Geld, Nationalmannschaft, so bekannt sein wie Lahm Schweinsteiger oder Neuer. Für viele der talentierten Nachwuchskicker von RWO wird es aber ein Traum bleiben, denn das Talent und die Portion Glück gibt nur wenigen die Chance, ihr Geld als Profi zu verdienen - und auch die Profikarriere ist irgendwann mal zu Ende. Umso wichtiger ist es, die jungen Fußballer über mögliche Alternativen und berufliche Perspektiven zu informieren, denn eines ist klar: „Maloche will gelernt sein!“

Die Kooperationspartner Agentur für Arbeit Oberhausen, der SC Rot-Weiß Oberhausen und die Stadtsparkasse Oberhausen trafen sich daher mit der C- Jugend von RWO im Berufsinformationszentrum  der Arbeitsagentur (BIZ)  in Oberhausen, um den Jugendlichen einen Einblick in die Ausbildungs- und Berufswelt zu vermitteln. Eine der Initiatorinnen des Projektes, Miriam Kohlhaas, Sozialpädagogin bei RWO, erklärte zur Zielsetzung der Veranstaltung: „Besonders junge Nachwuchsspieler benötigen intensive Begleitung und Unterstützung bei der Berufswahl, da sie oft keinen anderen Beruf neben dem des Profifußballers sehen.“

 Der Agenturchef der Agentur für Arbeit Oberhausen, Heinrich Lehnert, ergänzte zum Engagement seines Hauses: „Uns liegt das Wohl der Jugendlichen am Herzen, unsere Berufsberater stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite, damit sie über eine vernünftige Ausbildungs- und Berufsalternative verfügen, falls es mit der Profikarriere nicht klappen sollte.“ „Profifußballer zu werden, war für mich nicht die einzige Option. Deswegen war es mir wichtig, mich in anderen Bereichen auszuprobieren und meine außersportlichen Talente herauszufinden. Das empfehle ich auch meinen Jugendlichen.“ brachte RWO Jugendkoordinator, Kai Timm,  persönliche Erfahrungen mit ins Spiel.

Für die jungen Kicker gab es zunächst einen Einblick von Berufsberaterin Alice Lohrasbi in die Möglichkeiten der Berufsberatung, ihnen bei Ausbildungsorientierung und Berufswahl zur Seite zu stehen. Danach nutzten die Spieler die Computereinrichtungen des BIZ um ihre Talente zu erkunden und nach eigenen Perspektiven zu suchen. Darüber hinaus hatten die Veranstalter die Möglichkeiten geschaffen direkt nach Ausbildungsstellen zu suchen. Nach drei ereignisreichen Stunden, die mit einem Gewinnspiel für die Jugendlichen endeten, hatten viele der Teilnehmer deutlich klarere Erwartungen für ihre berufliche Zukunft. Man merkte den jungen „Fußballprofis in spe“ an, dass sie dankbar waren, für die Möglichkeiten, die ihnen der Verein, die Arbeitsagentur und die Stadtsparkasse außerhalb der Schule und des Trainings geboten hatten.

Janine Verbeeten von der Stadtsparkasse Oberhausen begrüßt die Aktion sehr: „Die Reaktion der jungen Spieler beweist, dass wir sie mit dieser Veranstaltung erreicht haben und sie haben erkannt, dass es für sie Ausbildungs- und Berufsperspektiven außerhalb des Spielfeldes gibt.“ „Falls es mit der Karriere im Bereich Fußball nichts wird, wissen die Nachwuchsspieler jetzt, dass sie nicht allein sind und dass sie auf die Unterstützung unserer Berufsberatung zählen können, “ ergänzt Katja Hübner, Pressesprecherin der Arbeitsagentur in Oberhausen. Bleibt zu hoffen, dass ein Projekt wie „Maloche will gelernt sein!“ möglichst viele Nachahmer findet, damit bei vielen motivierten jugendlichen Kickern die Träume vom Profifußball nicht in beruflicher Perspektivlosigkeit enden.

Ralf Bienko

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