Fußballverband Niederrhein e.V.
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135 Tore in 32 Spielen

B-Junioren-Hallenmeisterschaft wird zum Budenzauber

05.02.2018
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Nein, wirklich gezielt vorbereitet hätten sie sich nicht, meinte Mirko Strasdin mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Hinter ihm jubelten unterdessen seine Schützlinge, die B-Junioren des ETB Schwarz-Weiß Essen, über den Gewinn der FVN-Hallenmeisterschaft.

Mit 4:1 haben die Essener am Sonntag dem Finalgegner Cronenberger SC keine Chance gelassen. Dabei hat es für den 35-jährigen Trainer lange nicht nach einem Turniersieg ausgesehen: „In der Vorrunde hat es bei uns noch gehakt. Da haben etwa Cronenberg, Hilden und Bocholt den besseren Fußball gespielt.“ Und dennoch zogen die Schwarz-Weißen als Vorrundensieger dank des besseren Torverhältnisses vor dem punktgleichen Cronenberger SC in die K.O.-Runde ein.

Von da an lief es beim ETB. Musste im Viertelfinale zwar noch das Elfmeterschießen gegen den SV Bayer Wuppertal herhalten, überzeugten die jungen Männer vom Essener Uhlenkrug in der Folge vor allem durch schnelles Umschaltspiel. Zum Mann des Turniers entwickelte sich in ihren Reihen Emre Tabak, der auch im Endspiel einen Doppelpack schnürte. „Emre ist der perfekte Spieler für die Halle“, lobte Mirko Strasdin die technischen Fähigkeiten seines Spielers, der im Ligabetrieb als Rechtsaußen wirbelt.

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Diese technisch versierten Spieler gaben in allen Mannschaften den Ton an. So bestach ein Großteil der Begegnungen durch zum Teil mehr als ansehnliche Ballstafetten und trickreiches Spiel. „Es war schon die sechste B-Junioren-Meisterschaft nach Futsal-Regeln, aber bislang wohl die qualitativ beste“, freute sich auch FVN-Jugendreferent Jens Fröhlich über das gute Niveau und die insgesamt 135 erzielten Treffer in 32 Turnierpartien. Die meisten davon herausgespielt durch tolle Dribblings, Doppelpässe und Kombinationen.

Von Beginn an ist die FVN-Hallenmeisterschaft übrigens in Langenfeld beheimatet. Gespielt wird seit sechs Jahren in den beiden Sporthallen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Zumindest in der Vorrunde. „Das macht den Turnierablauf viel reibungsloser“, lobt Phil Priem vom J-Team des FVN die Gegebenheiten vor Ort und die langjährige Kooperation mit dem SSV Berghausen als ausrichtendem Verein. Eine Kooperation, die auch zukünftig Bestand haben wird. „Wir als Sportstadt Langenfeld freuen uns, auch in den kommenden Jahren Standort dieses Turniers zu sein“, verspricht der erste Bürgermeister Dieter Braschoss, der sich vor der Pokalübergabe Zeit nahm, um „als früherer Fußballer gerne auch noch ein paar Spiele zu verfolgen“.

Über Langenfeld führt für die B-Junioren also seit sechs Jahren der Weg nach Hennef, dem Austragungsort der Westdeutschen Hallenmeisterschaften. Und für die haben sich neben Turniersieger Schwarz-Weiß Essen erstmalig mit dem Cronenberger SC auch der vermeintlich „kleine“ Vertreter aus Wuppertal qualifiziert.

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Als drittes Team schickt der FVN dann in zwei Wochen den VfB 03 Hilden ins Rennen um den überregionalen Titel. Nach der knappen Halbfinal-Niederlage (1:2) gegen den ETB setzten sich die Hildener im Spiel um Platz drei mit 3:1 gegen den 1. FC Bocholt durch. Und damit gegen die einzige Mannschaft, die in der K.O.-Phase leider für unrühmliche Höhepunkte sorgte. Betreuer und Trainer wurden in zwei aufeinanderfolgenden Spielen auf die Tribüne verbannt, bevor das Team sich kurz vor Ende des Platzierungsspiel auch noch mit einer gelb-roten Karte dezimierte.

Den fairen Gesamteindruck konnte aber auch das nicht trüben. Erst recht nicht die gute Stimmung und Atmosphäre. „Es ist für uns immer das Ziel, hier unter diesen tollen Bedingungen spielen zu können“, resümierte ETB-Coach Mirko Strasdin. Und seine Spieler skandierten schon im Hintergrund: „Über Langenfeld fahren wir nach Hennef.“

[Text & Fotos: M.Fuhrmeister |
Layout: F.B./FVN]

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