Fußballverband Niederrhein e.V.
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Vereinsdialog beim SC Frintrop 05/21 e.V.

Verein mit großem sozialen Engagement

17.05.2017
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Der SC Frintrop 05/21 hat Großes vor - nicht nur für sich, sondern für den gesamten Stadtteil Frintrop in Essen. Aus diesem Grund wurde der Fußballverband Niederrhein zum Vereinsdialog eingeladen und an der Sportanlage „Am Schemmannsfeld“ mit offenen Armen empfangen.

Nach der Begrüßung führte der SC Frintrop die FVN-Vertreter um Vizepräsident Jürgen Kreyer und dem Kreisvorsitzenden Thorsten Flügel über die Platzanlage im Essener Norden. Ohne Anlaufschwierigkeiten entstand direkt ein angenehmer und konstruktiver Austausch unter den Teilnehmern. Der Verein – im Jahr 2000 entstanden durch die Fusion von DJK Jugendsport Frintrop 1921 und Spiel und Sport 05 – steht seit seiner Fusion immer wieder vor Hürden, die gemeinsam angegangen werden. Durch die Tatsache, dass die umliegenden Vereine alle einen Kunstarsenplatz vorweisen können, und am Schemmannsfeld auf zwei Ascheplätzen gespielt wird, hat es der Verein bei der Gewinnung von Nachwuchskickern besonders schwer. Darüber hinaus hat der Verein auch mit infrastrukturellen Problemen des Stadtteils Frintrop zu kämpfen. Als der Verein 2008 an seinem Tiefpunkt war, haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt und überlegt wofür ihr Verein steht und konnten so den ersten von vielen richtigen und wichtigen Schritten gehen. In den letzten zwei Jahren ist es beispielsweise gelungen die Anzahl der Jugendspieler von 25 auf 100 zu vervierfachen.

Werner Engels (1. Vorsitzender) und seine Vereinskollegen berichteten umfangreich über die Philosophie des SC Frintrop sich besonders im sozialen Bereich zu engagieren. Integration und Inklusion sind dabei zentrale Themen. Der Verein möchte einen Treffpunkt für alle Menschen des Stadtteils schaffen. Das zentrale Projekt ist dabei der Ausbau der Sportanlage „Am Schemmannsfeld“ in eine multifunktionale, integrative Begegnungsstätte. Neben dem Fußballbetrieb sollen hier vor allem Sport-, Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung sowie jeglicher Herkunft entstehen. Dem Verein ist es bereits gelungen eine Vielzahl von Unterstützern zu gewinnen, die für die Realisierung des tollen Projekts unersetzlich sind. Um den Startschuss geben zu können, sind allerdings noch ein paar Schritte zu gehen. Enormes soziales Engagement kann der Verein aber bereits jetzt vorweisen und beeindruckt mit Projekten wie dem inklusiven Fußballturnier „BallGefühl“ für Menschen mit und ohne Behinderung oder seiner nepalesischen Hobby-Mannschaft, die der Verein seit wenigen Monaten bei sich beherbergt.

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„Der Verein hat die Probleme erkannt, sich damit auseinandergesetzt und auch schon Vieles seit 2008 bewegt. Dieser Weg muss jetzt noch weiter gegangen werden. Der Verein steht für soziales Engagement und das muss konsequent nach Außen getragen werden". (Torsten Flügel)

Jürgen Kreyer, im FVN zuständig für den Bereich „Soziales“, zeigte die Möglichkeiten auf, wie der Verein auch die nächsten wichtigen Schritte zur Realisierung des Projektes gehen könnte. Dabei wies er die Vertreter des SCF darauf hin, wie wichtig der gemeinsame Austausch untereinander und die Pflege von Netzwerken sind.

Die Angebote des FVN, den Verein im Rahmen von Kurzschulungen von Experten kostenlos beraten zu lassen oder bei Projekten mit Schulen und Kindergärten zu unterstützen, stießen auf großen Anklang bei den Verantwortlichen des SC Frintrop. Jörg Tillmann (Leiter der Jugendabteilung) bemerkte dabei die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen Verein, Kreis und Verband: „Uns war gar nicht so bewusst, was wir für Möglichkeiten haben und wo wir den Verband und den Kreis mit einbinden können.“. Natürlich kamen auch die „alltäglichen“ Probleme und Herausforderungen von Amateurvereinen zur Sprache. Bei den Themen wie Ehrenamt, Spielbetrieb oder Passanträgen für Flüchtlinge konnten ebenfalls Unterstützungsmöglichkeiten und Hinweise gegeben werden.

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„Es war von Beginn an ein sehr offener und ehrlicher Austausch, das ist das Schöne am Vereinsdialog. Die Möglichkeit sich intensiv auszutauschen haben alle Teilnehmer an diesem Abend genutzt. Es ist spannend zu sehen, welchen Veränderungsprozess der SC Frintrop in Gang gesetzt hat und durchlebt. Wir alle hoffen, dass das Projekt bald realisiert werden kann.“ (Jürgen Kreyer FVN Vize-Präsident)

Sichtbar zufrieden wurde der Vereinsdialog beim SC Frintrop 05/21 beendet. Alle Beteiligten konnten aus den Gesprächen viel mitnehmen und sich für kommende Aufgaben motivieren. „Der Verband hat uns Mut gemacht weiter zu machen und die nächsten Schritte zu gehen. Wir werden jetzt nochmal näher zusammenrücken.“ resümierte Werner Engels den Abend für sich und seinen Verein. Auch zukünftig wird der FVN den SC Frintrop unterstützen und gemeinsam mit ihm an der Umsetzung der Projekte arbeiten, um so nicht nur den Verein sondern den Amateurfußball am Niederrhein weiter zu stärken.

[Text & Foto: F. Aljoscha,
Layout: F.B./FVN]

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