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März 2001 - März 2009

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Datum:05.11.2008
Allgemeines

DFB-Landesverbände begrüßen Spielplan-Entwurf der DFL



Die Präsidenten der Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bewerten den Entwurf des neuen Spielplans für die Bundesliga und 2. Bundesliga, den die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH Ende der vergangenen Woche präsentierte, generell positiv und als einen fairen Kompromiss, mit dem auch die rund 26.000 Amateurvereine in Deutschland gut leben können. „Die Führung der DFL hat sich in den Verhandlungen sehr verantwortungsbewusst mit der Problematik der Sonntagsspiele auseinandergesetzt. Die neue Spielverteilung in der Bundesliga und 2.Bundesliga ist für den Fußball an der Basis nicht schwieriger zu bewerkstelligen als die bisherige und sicher kein genereller Schlag gegen den Amateurfußball”, urteilt Hermann Korfmacher, der 1. Vizepräsident
Amateure des Deutschen Fußball-Bundes.
 
Ab der Saison 2009/10 werden sonntags im Regelfall nur noch fünf Begegnungen in den beiden höchsten Profiligen stattfinden. Demnach werden drei Spiele der 2. Bundesliga um 13:30 Uhr sowie je eine Bundesliga-Partie am Sonntag um 15:30 und 17:30 Uhr angepfiffen. Lediglich in Wochen, in denen UEFA-Pokal-Spiele anstehen, kann bis zu fünfmal pro Saison ein drittes Bundesligaspiel auf den Sonntag terminiert werden. Für die Präsidenten der fünf Regional- und 21 Landesverbände des
DFB ein akzeptables Modell.
 
korfmacher_1_150„Nach all den Diskussionen und den Sorgen, die sich die Basis in den vergangenen Wochen gemacht hat, ist das neue Modell für den Amateurfußball eine absolut positive Entscheidung. Wir haben in Zukunft zwei Sonntagsspiele weniger in den beiden Bundesligen, so dass die Amateurvereine an diesem Tag weiterhin eine faire Chance haben, ihren öffentlichen Stellenwert unter anderem im Blick auf den Zuschauer-Zuspruch zu festigen”, äußert Korfmacher weiter. Gleichzeitig macht der 1. DFB-Vizepräsident Amateure deutlich: „Generell ist es so, dass der DFB in den Verhandlungen mit der DFL relativ wenig Handlungsspielraum in Bezug auf die Sonntagsspiele hatte, da der Grundlagenvertrag am 30. Juni 2009 ausläuft, das neue Spielplanmodell erst ab der Saison 2009/10 greift und somit Gegenstand bei den anstehenden Verhandlungen über den neuen Grundlagenvertrag sein wird. Außerdem gibt es bereits seit vielen Jahren sieben bis acht Bundesligaspiele am Sonntag, da ist die Reduzierung auf fünf, maximal sechs Begegnungen ein kluger Kompromiss.”
 
Besonders erfreulich bewerteten die Präsidenten der Regional- und Landesverbände auf ihrer Tagung, an der auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach teilnahmen, die Tatsache, dass es in Zukunft nur noch drei statt der bisherigen fünf Sonntagsspiele in der 2. Bundesliga geben wird. Dazu äußert Hermann Korfmacher: „Auf Grund der zahlreichen Traditionsvereine in der 2.Bundesliga ist es doch längst so, dass viele Begegnungen den gleichen Rang und Stellenwert haben wie viele Spiele der Bundesliga. Auch in punkto Zuschauerresonanz. Eine isolierte Betrachtung ist daher absolut falsch, man muss in den Diskussionen stets das Gesamtpaket sehen. Deshalb sind wir der Meinung, dass die Reduzierung der Sonntagsspiele in der 2. Bundesliga die möglichen negativen Auswirkungen auf den Amateurfußball, die durch die Bundesliga-Partie um 15:30 Uhr entstehen könnten, kompensieren.”
Allerdings brachten die Präsidenten der Regional- und Landesverbände des DFB in ihrer Zusammenkunft noch einmal deutlich den Unmut der unterklassigen Vereine über die oftmals recht kurzfristigen Spielansetzungen in der Bundesliga und 2. Bundesliga zum Ausdruck. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die Begegnungen in den Bundesligen frühzeitig terminiert würden, damit in den unteren Spielklassen eventuell notwendig gewordene Spielverlegungen vorgenommen werden können, aber das ist angesichts der Europapokal-Einsätze vieler deutscher Mannschaften für die DFL nur schwer umsetzbar. Deshalb wird der DFB mit seinen Verbänden versuchen, eine noch größere Flexibilität bei der Spielansetzung zu erreichen, wenn ein Sonntagsspiel in unmittelbarer Nähe eines oder mehrerer Amateurklubs stattfindet und somit unmittelbare Auswirkungen hat. Dies ist vor allem in Ballungsgebieten der Fall”, sagt Hermann Korfmacher.


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